Journal



Juli 2011


Entschuldigung, wenn wir auch mit diesem Journal wieder einmal fast zwei Wochen zu spät sind. Allerdings stecken wir neben einem vollen Trainingsplan momentan auch voll in der Uni-Prüfungsphase. Als wir im April bei der Bundeswehr in Sonthofen waren, ging das Semester bereits voll los und neben dem Training ist es schwer, Unistoff nachzuarbeiten. Zum Glück ist das jetzt vorbei und an diesem Wochenende geht es schon nach Oberstdorf zum Lehrgang.

Aber erst einmal zum Monat Juni. Im letzten Monat haben wir endlich unseren Short Dance aufgebaut und sind glücklich, nun beide Programme stehen zu haben. Bei der Musikauswahl zum Short Dance gab es ein regelrechtes Hin und Her, da wir uns zwischen drei Musiken nicht entscheiden konnten. Wir hatten den ersten und zweiten Teil bereits aufgebaut, als uns klar wurde, dass wir als dritten Teil doch eine andere Musik nehmen wollten. Schnell erstellte Carolina noch einmal eine Liste mit verschiedenen Favoriten und schnitt ein paar Versionen zusammen. Auf dem Eis hörten wir diese dann rauf und runter und diskutierten, welches wohl die beste Wahl wäre. Wie so oft entschieden wir uns am Ende dann doch für unseren ersten Favoriten und hätten uns die ganzen Mühen sparen können. Als wir den SD endlich fertig aufgebaut hatten, fiel uns leider auf, dass die Musik, die wir im ersten Teil ausgewählt hatten, leider doch ein wenig zu schnell war. Es war uns zwar bewusst, dass diese schneller war als die von der ISU geforderten 43-45 Takte pro Minute, allerdings dachten wir die ganze Zeit, wir könnten dies mit einem Schneideprogramm entsprechend verändern. Geklappt hat dies dann auch, aber leider hörte sich die Musik danach leider nicht mehr so fetzig an. Wenn man sich ein Kaugummi nimmt und dieses ungefähr auf die doppelte Länge zieht, kann man damit leider auch keine Blasen machen und vergleichsweise hörte sich die Musik an. Mittlerweile haben wir ein paar neue Ideen, allerdings finden wir keine so gut wie unsere letzte Musik, weshalb wir wohl noch ein wenig weiter suchen müssen.

Während René im Urlaub war, ist Herr Skotnicky nach Berlin gekommen, um hier mit uns an den Programmen zu arbeiten. Ursprünglich hatten wir vor, sowohl Kür als auch den Kurztanz mit ihm zu überarbeiten, aber da Daniel mal wieder ein wenig länger benötigte, um alles zu verstehen, schafften wir nur die Kür. In den Bewegungen, die etwas leichter ausgeführt werden sollten, wirkte Daniel manchmal so, als könnte er sich auch bei "Bauer sucht Frau" bewerben, wobei er letztendlich einen französischen Künstler spielt. Gerade deshalb war es sehr gut, dass wir uns die Zeit genommen haben, alles noch einmal zu überarbeiten. Wir hoffen wirklich, mit der diesjährigen Kür ein für uns komplett neuen Weg gehen zu können. Wir haben eine relativ unbekannte Musicalmusik gewählt und werden in den nächsten Tagen mal die Geschichte auf der Webseite veröffentlichen, die wir letztendlich versuchen, auf dem Eis zu erzählen. Während wir im SD eine wahrscheinlich relativ simple Geschichte haben, ist dies bei uns in diesem Jahr in der Kür anders. Wir haben wirklich versucht, nahezu jeder Bewegung eine Bedeutung zu geben oder ein Gefühl, welches wir damit ausdrücken möchten. Bis auf eine Hebung sind auch alle Elemente neu, weshalb wir technisch viel an dem Programm arbeiten müssen. Trotzdem halten wir an unserem Saisonauftakt mit der Nebelhorn-Trophy weiter fest. Bis dahin müssen wir auch noch unsere Kostüme fertig haben, wobei wir bei diesen in diesem Jahr evtl. versuchen werden, ein wenig zu sparen. Dadurch, dass wir jetzt im S-Kader sind, bekommen wir weniger Unterstützung von der DEU. Choreographie, Kostüme, Schlittschuhe, Tanztraining und der Lehrgang nächste Woche (über 500 Euro Gebühren für zwei Personen) kosteten viel Geld. Zum Glück, und dafür sind wir der DEU und der Bundeswehr auch sehr dankbar, sind wir in der Bundeswehr geblieben. Zugute kommt uns auch, dass wir hier im Haus der Athleten wohnen können und damit nicht so viel für Miete ausgeben müssen. Die Tage waren wir richtig überrascht, dass wir hier sogar einen Fensterputzer hatten, der für alle Sportler die Fenster geputzt hatů

Viele Grüße,
Carolina und Daniel

 




 

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